Sie arbeiteten, erzogen Kinder und engagierten sich in der Gesellschaft. Aber wählen oder abstimmen durften die Schweizer Frauen nicht. Bis zum 7. Februar 1971. Vor 50 Jahren gelang ihnen endlich der wichtige Schritt Richtung Gleichstellung, die Männer sagten JA zum Stimm- und Wahlrecht für die Frauen. Wir erinnern uns.

Von Karin Dehmer (Redaktion), Maria Bonina vom Verein ch 2021 und Ringier Bildarchiv (Fotos)

Flyer des Frauenzentrums der Frauenbefreiungsbewegung in Zürich, 1974

Das Jubiläum des Schweizer Frauenstimmrechts steht vor der Tür. 2021 feiern wir die Tatsache, dass die Frauen in unserem Land seit 50 Jahren abstimmen und wählen dürfen. Zum Vergleich: In Deutschland und in Österreich wurde das Stimmrecht für die Frauen bereits 1918 eingeführt. 50 Jahre sind also ziemlich wenig. Ein guter Anlass darüber nachzudenken, wieso den Frauen ihr Stimm- und Wahlrecht erst zu diesem späten Zeitpunkt gewährt wurde. Aber auch, um aufzuzeigen, was diese Veränderung der gesamten Schweizer Bevölkerung – nicht nur den Frauen – gebracht hat; in Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Zu diesem Anlass wurde der Verein CH2021 gegründet. Er bietet eine Plattform, um in drei Sprachen über die geplanten Aktivitäten im Jubiläumsjahr zu informieren. Frauen und Männer, Organisationen und Interessierte aus den verschiedensten Bereichen sind aufgerufen, ihre Ideen für das Jubiläum einzubringen, um es so zu einem unvergesslichen Meilenstein der modernen Demokratie werden zu lassen. ch2021.ch


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