Aline (16) erzählt: Offline ist in

Aline bemerkt einen Richtungswechsel bei sich selbst und ihren gleichaltrigen Freunden. Plötzlich ist es uncool, zu viel Zeit am Handy zu verbringen. Doch was sollen diese Old-School-Allüren?

Das Mass der Handynutzung von uns Jugendlichen beschäftigt mich schon länger und ich finde, das Thema verdient es, erneut aufgegriffen zu werden. Ich habe vor einiger Zeit schon bemerkt, dass der Wind in eine andere Richtung weht, und ich kann langsam wirklich sagen: Es ist uncool, wenn man viel am Handy ist und das Handy zu offensichtlich ein lebenswichtiges Utensil ist.
Aber woher kommt das? Und vor allem, wieso dieser Wandel?
Ich bin ehrlich gesagt ein grosser Fan dieser Bewegung in meinen Kreisen, da ich reale Kontakte viel mehr schätze als digitale. Bis ich zu dieser Erkenntnis kam, dauerte es zugegeben ein bisschen … Aber jetzt sitzt sie fest verankert in meinem Kopf und ich bin sehr froh, dass ich mir diese Sensibilität angeeignet habe. Mit Sensibilität meine ich, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich zu lange in den Bildschirm schaue. Ich glaube, ich fühle mich schuldig, mir und meiner Jugend gegenüber, denn das ist doch die Zeit meines Lebens.
Ich könnte Besseres machen, als auf Instagram rumzuscrollen, denke ich mir oft. Verschwende ich denn hier nicht meine Zeit mit unnützen Sachen? Diese Angst des Verschwendens haben auch meine Freunde. Wir wollen Sachen erleben, Geschichten schreiben und weitererzählen können. Wenn wir uns bewusst offline Zeit einplanen, nähern wir uns damit auch der älteren Generation an? Vielleicht suchen wir Jungen ja alle mit diesen Old-School-Allüren die Beständigkeit in unserer stetig wechselnden digitalen Welt. •

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