Mit dieser Kolumne verabschiedet sich Aline von ihren Leserinnen und Lesern. Während vier Jahren liess sie uns alle an ihrem Leben teilhaben.
Vielen Dank dafür.

Es fühlt sich irgendwie komisch an, diesen Text zu schreiben in dem Wissen, dass es der letzte dieser Art sein wird. Für mich waren diese monatlichen Kolumnen wie eine Art «Tagebuch schreiben» … Wenn ich schreibe, denke ich mir nicht zuerst einen Satz aus und schreibe ihn dann nieder. In meinem Kopf passiert dies umgekehrt. Manchmal weiss ich erst, was ich wirklich finde und empfinde, wenn ich schreibe.
Sobald ich dann diesen Durchblick im Gedankenchaos habe, ist das ein wirklich, wirklich schönes Gefühl! Mir hat es grossen Spass gemacht, mich, meine Grosseltern, meine Eltern und unsere jeweiligen Beziehungen zu beobachten und sie zu reflektieren. Durch und dank diesen Prozessen sind mir einige Sachen klarer geworden und haben sich aus dem Nebel, der wohl «Pubertät» heisst, herauskristallisiert. Ich habe mit knapp vierzehn Jahren begonnen, beim «Grosseltern»-Magazin zu schreiben. Und nun werde ich nächstes Jahr achtzehn. Achtzehn? Krass! Dann bin ich kein Kind mehr, komisch irgendwie. Dann sind die ursprünglichen Rollen nicht mehr so gesetzt. Grosseltern. Eltern. Kind.
Durch meine ganzen Texte und die damit verbundenen Gedanken weiss ich nun, dass solchen Rollen gar nicht eine zu grosse Bedeutung zugewiesen werden sollte, wenn das Gefühl und die Verbindung stimmen. Ich möchte hier DANKE sagen. Danke zuerst ans «Grosseltern»-Magazin, Danke an meine Eltern und last but not least an meine Grosseltern. Wenn es die nicht gäbe, wäre ich nämlich gar nicht hier, und das wäre ziemlich schade!•