Büchertipps im Dezember 2019

Für grosse Leserinnen und Leser und solche, die es noch werden

Ausgewählt von der Redaktion und Andrea Kalt und Barbara Maurer von der Buchhandlung «Doppelpunkt» in Uster. doppelpunkt-uster.ch


1 Erwachsenenbuch: «Ein Hummerleben», Erik Fosnes Hansen, Kiepenheuer und Witsch, 35 Franken.
In einem mondänen Hotel im norwegischen Fjäll wächst Sedd bei seinen Grosseltern auf. Er wird von ihnen liebevoll, aber bestimmt auf seine Rolle als zukünftiger Hotelerbe vorbereitet. Sein Zufluchtsort ist die Hotelküche, das Reich des ehemaligen Seefahrers Jim. Dieser ersetzt ihm Mutter und Freund, wenn die Gross­eltern mal wieder keine Zeit für ihn haben.


2 Gedichtband: «Jeden Tag ein Lächeln», Herausgeberinnen Nele Holdack/Catrin Polojachtof, Aufbau Verlag, 33 Franken. In diesem in sonnengelben Stoff gebundenen Buch sind Reime versammelt, die einem jeden Tag ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Bekannte Namen wie Christian Morgenstern, Hermann Hesse und Mascha Kaléko sind ebenso vertreten wie unbekannte Autorinnen und Autoren.


3 Kinderbuch ab 10 Jahren: «Matti und Sami und die verflixte Ungerechtigkeit der Welt», Salah Naoura, Beltz und Gelberg, 19 Franken. Mattis Mama hat ein Haus in Finnland gewonnen und so zieht die Familie in Papas Heimat. Auch sonst haben sie im Moment viel Glück. Im Gegensatz zu Mattis Onkel Jussi, der sich in einer Pechsträhne befindet. Matti findet deshalb das Universum verflixt ungerecht und will korrigierend eingreifen. Die humorvollen Geschichten mit Tiefgang von Matti und Sami eignen sich bestens zum Vorlesen.


4 Bilderbuch: «Desperado», Ole Könnecke, Hanser, 23 Franken. Jeden Tag reitet Roy auf seinem Pferd Desperado in den Kindergarten. Die Erzieherin Heidi ist sehr, sehr nett. Doch eines Tages ist der Kindergarten verwüstet, die Schaukel kaputt, Tische und Bänke umgeworfen und Heidi nicht da. Roy muss herausfinden, was passiert ist und Heidi retten. Das witzig illustrierte Bilderbuch für kleine Cowboys hat auch viele Anspielungen für die erwachsenen Erzähler.


5 Erwachsenenbuch: «Nenn mich nicht Grossmutter», Jona Ostfeld, Bucher Verlag, 20 Franken. Aaron hat Vorurteile gegenüber seiner Grossmutter. Aber es bleibt ihm nichts anderes übrig, als während der Internatsferien bei Annie zu wohnen, da seine Mutter als Schauspielerin keine Zeit für ihn hat. Die anfänglich harzige Beziehung zwischen Grossmutter und Enkel ändert sich bald und entwickelt sich zu einer tiefen Freundschaft.

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