In Verbindung bleiben: Verschiedene Arten der Kommunikation
Hand aufs Herz: Unsere Kommunikation hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Während wir früher wochenlang auf einen Brief aus dem Urlaub gewartet oder uns dreimal überlegt haben, ob das teure Ferngespräch am Sonntag wirklich nötig ist, läuft heute fast alles in Sekundenschnelle ab. Viele fühlen sich leicht überfordert von all den neuen Begriffen, Apps und Bildschirmen. Aber diese neuen Kommunikationsformen bedeuten nicht, dass Sie über Nacht zum IT-Experten werden müssen. Es bedeutet einfach, neugierig zu bleiben und die digitalen Brücken zu den Kindern und Enkelkindern zu nutzen. Denn auch wenn die Familie verstreut lebt – die moderne Technik gibt uns vielfältige Möglichkeiten, um den Kontakt zu den Liebsten zu halten.
E-Mails als digitaler Postkasten
Erinnern Sie sich noch an das Gefühl, einen handgeschriebenen Brief im Briefkasten zu finden? Dieses kurze Kribbeln im Bauch war unbezahlbar. Heute hat sich dieser Kasten oft auf unsere Bildschirme verlagert. Kommunikation per Mail bleibt dabei ein zeitloser Klassiker. Denn sie gibt auch im digitalen Alltag Zeit und Raum und Platz für Formalitäten.
Eine E-Mail tippt man nicht mal eben schnell an der roten Ampel. Hier können Sie in aller Ruhe von Ihrem letzten Ausflug erzählen, Kochrezepte für Ihre Enkel aufschreiben oder alte Fotos als digitalen Anhang mitsenden. Somit bietet dieses Medium eine Balance zwischen der Gemütlichkeit des Briefes und der Schnelligkeit der modernen Welt.
Messenger für kurze Signale im Alltag
Wenn es dann doch mal schneller gehen soll und man sich täglich austauschen möchte, sind Messenger ideal. WhatsApp und Co. haben die Familienkommunikation revolutioniert. Früher rief man sonntags an, heute schickt man sich ein schnelles Foto vom Kuchen, den man gerade gebacken hat, oder ein kurzes Video vom Hund im Garten. So nimmt man viel intensiver am Leben der anderen teil, selbst wenn viele Kilometer dazwischenliegen.
Besonders praktisch sind die Sprachnachrichten. Sie dienen auch über Zeitzonen hinweg wie ein verzögertes Gespräch und bringen mehr Nähe, als geschriebene Worte. Die Enkel lieben es, wenn sie Ihre Stimme hören können. Man muss selbstverständlich nicht jeden Trend mitmachen, aber es kann Freude machen, Neues auszuprobieren, Abkürzungen zu verstehen und Emojis für sich zu entdecken.
Videotelefonie bringt Nähe
Manchmal reicht Schreiben und Hören einfach nicht aus. Man will das Lächeln sehen, die neue Frisur begutachten oder virtuell in den Arm genommen werden. FaceTime, Skype oder Zoom machen genau das möglich. Für viele Großeltern ist die Videotelefonie ein echter Segen, besonders wenn die Familie weiter weg wohnt. Vorlesen vor dem Schlafengehen oder das gemeinsame Zeigen der neuesten Lego-Konstruktionen klappen so wunderbar.
Es gibt viele Arten der Kommunikation. Und es lohnt sich, über diese zu reflektieren. Denn Sprache macht etwas mit uns. Sie prägt uns und kann für Missverständnisse sorgen. Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen und gemeinsam mit Ihren Enkeln etwas unternehmen wollen, kann sich ein Besuch im Museum für Kommunikation lohnen.
Am Ende des Tages ist es unerheblich, welchen Kanal Sie nutzen. Ob Sie nun eine E-Mail schreiben, eine Sprachnachricht tippen oder zum Telefonhörer greifen: Wichtig ist nur, dass Sie im Gespräch bleiben. Unsere Enkel wachsen in einer Welt auf, die sich immer schneller dreht. Wenn Sie ihnen eine Konstante bieten und zugleich Neugier wecken, öffnet das ganz neue Türen.

