So macht „Sändele“ noch mehr Spass: 13 Spielideen

Spiele mit Sand faszinieren Kinder nicht nur, sondern sind auch wichtig für ihre motorische und sensorische Entwicklung.

Sand rieselt durch Finger, quillt zwischen Zehen hervor und begräbt ganze Glieder. Er ist kalt und feucht oder angenehm warm. Kommt Wasser ins Spiel, gibts innert Sekunden eine glücklichmachende Matscherei.
Eine Auswahl von Spielen im Sand.

Ritterburg mit Wassergraben
Zuerst wird eine klassische Sandburg mit Wassergraben gebaut. Wenn man den Wassergraben mit einem Stück Alufolie oder Plastik auslegt, versickert das Wasser nicht und es können sogar kleine Schiffchen aus Rinde oder Korkzapfen darauf schwimmen.

Gummitierzoo
Die Kinder legen im Sandkasten einen Zoo für ihre Holz- oder Gummitiere an. Jede Tierart erhält ein eigenes Gehege – abgesteckt mit Zweigen und Wollfäden und bestückt mit Bäumen, bestehend aus kleinen Ästen. Für Tränken und Schwimmteiche eine kleine Mulde mit Alufolie auslegen und mit Wasser füllen. Die Grosseltern könnten einen echten Kiosk mit Glace betreiben.

Bergsturz
Die Kinder bauen gemeinsam einen möglichst hohen Berg aus Sand. Anschliessend giessen sie abwechselnd Wasser darüber und beobachten, was passiert. Das Wasser kann über zuvor angelegte Kanäle und Seen am Fuss des Berges abfliessen.

Murmel-Boule
Die Miniversion des klassischen Boule-Spiels: Eine Ziel-Murmel wird ein Stück voraus abgelegt. Nun versucht jeder Spieler, mit einer oder mehreren Murmeln möglichst nah an das Ziel heranzukommen. Dabei darf man auch andere Murmeln wegschiessen. Gewonnen hat derjenige, der am Ende dem Ziel am nächsten liegt.

Murmel-Klicker
Ein Spiel aus alten Zeiten, das auch im Sandkasten funktioniert: Die Spieler graben ein faustgrosses Loch. In der ersten Runde wirft nun jeder Spieler seine drei Murmeln aus einem festgelegten Abstand Richtung Loch oder noch besser direkt hinein. In der zweiten Runde beginnt derjenige, der am meisten Murmeln im Loch oder am nächsten am Loch hat. Mit dem Finger muss er versuchen, die Murmeln, die noch nicht versenkt sind, ins Loch zu schnippen. Wer alle seine Kugeln als Erster einlocht, gewinnt.

Die Stadt im Sand
Grosse Steine mit Fenstern, Türen und einem Dach bemalen, damit sie aussehen wie Häuser. Sie werden im Sandkasten verteilt, Gärten werden angelegt (ähnlich den Tiergehegen beim Gummitierzoo). Zum Schluss Strassen, Tunnels und Brücken bauen.

Rennstrecke für Spielzeugauto
Sand eignet sich auch für ausgefallene Autorennen: hohe Hügel, Steilwandkurven, Brücken und Tunnels. Die Rennstrecke kann jeden Tag aufs Neue umgestaltet werden.

Murmel- oder Kugelbahn
Funktioniert ähnlich wie die Autorennstrecke, aber die Bahnen müssen kanalartiger angelegt werden. Hilfsmittel wie Kartonröhren, die in den Sand gelegt werden und durch die die Kugeln rollen müssen, machen das Ganze noch spannender.

Sandmumie
Auf die Plätze, fertig, los: Wessen Füsse sind als erste im Sand verbuddelt? Kinder sind fasziniert von diesem befremdlichen Gefühl, Körperteile plötzlich ganz anders zu spüren.

Himmel und Hölle
Das beliebte Hüpfspiel lässt sich sehr gut an einem flachen Ort am Strand spielen. Mit einem Stock die Zahlenvierecke in den Sand zeichnen.

Bunter Sand
Wieso nicht Sandkuchen oder -burgen mit farbigem Sand verzieren? Allein den Sand bunt zu kriegen, ist schon ein schöner Zeitvertreib: Zuerst muss der Sand möglichst gut gesiebt werden. Dann in einen Eimer oder Gefrierbeutel geben. Der Sand wird etwas feucht (nicht nass) gemacht – am besten mit einer Sprühflasche. Jede Art von Farbe funktioniert für dieses Projekt, Stofffarbe ergibt allerdings die leuchtendsten Farben. Lebensmittelfarben eignen sich ebenfalls.

Schatzsuche
Vergraben Sie im Sandkasten oder einem abgesteckten Bereich am Strand ein paar Gegenstände – Steine, Muscheln, Kleinspielzeuge oder Münzen beispielsweise. Die Kinder sollen dann die verloren gegangenen Gegenstände suchen. Wer am meisten gefunden hat, gewinnt.

Vorlesen
Kauern die Grosseltern selber nicht besonders gern im Sand, die Kinder möchten sie aber dabeihaben? Ein möglicher Kompromiss wäre, aus dem Gartenstuhl heraus den Kindern eine Geschichte vorzulesen, während sie eine Sandburg bauen. Passend zum Beispiel die wunderschönen philosophischen Geschichten von Zackarina und ihrem Freund, dem Sandwolf. Ein moderner Klassiker. Siehe Buchtipp Seite 75. •

Von Karin Dehmer (Text) und Tibor Nad (Fotos)

4 thoughts on “So macht „Sändele“ noch mehr Spass: 13 Spielideen

  • 9. Juli 2020 um 16:49
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    Danke für den Tipp, dass wenn man den Wassergraben mit Plastik oder Alufolie auslegt, das Wasser nicht versickert. Für den nächsten Strandurlaub will ich noch Sandspiele für die Kinder kaufen. Am besten kaufe ich gleich mehrere, weil sie immer wieder etwas verlieren.

  • 16. Juli 2020 um 14:25
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