Aline (16) erzählt von Apps mit Patina

Die junge Generation erfreut sich an den Errungenschaften der älteren Generationen. Manchmal ist es auch etwas frustrierend, findet Aline (16), nichts selbst erfunden zu haben. Es gab alles schon.

«I want to break free, God knows, God knows, I want to break free» – Queen. Sicherlich haben nun viele Leser diese Zeilen eher melodiös gelesen und sich vielleicht in ihre Jugend zurückversetzt gefühlt.
Ich habe schon öfters über den Vintage-Hype und die Oldschoolallüren der Jugend geschrieben, aber noch nie wirklich erwähnt, dass diese Faszination oft auch mit ein wenig Frust Hand in Hand geht. Denn plump gesagt: Es gab alles schon! Wir kopieren theoretisch ja nur die Generationen vor uns. Die Gründung der Beatles haben wir nicht miterlebt. Woodstock kennen wir nur vom Hörensagen. Das ist schon hart. Vor allem in Momenten, in denen man sich abgrenzen und neu erfinden will, hilft es nicht, wenn Mutter und Grossmutter Dinge sagen wie: «Ach, du bist aber früh dran!»
Die heutige Technik und die Möglichkeiten, die sich mit ihr auftun, helfen uns immerhin, die «alten Sachen» zu unseren eigenen zu machen. Einige meiner Lieblingsapps sind lustigerweise solche, bei denen die Kombination von Oldschoolcharme und den zukunftsgerichteten Methoden gut funktioniert. Beispielsweise die App «VSCO», mit welcher man seine Fotos so bearbeiten kann, dass sie aussehen, als wären sie mit einer analogen Kamera aufgenommen worden. Oder «Vintage Radio», bei welcher spontan irgendwelche Songs aus den letzten Jahrzehnten gespielt werden, nostalgisches «Chrosen» inklusive. •

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